9. Bonner Filmfair – 27. Oktober bis 2. November 2022

Bonner Filmfair 2022Bonn, 13. September. Die Bonner Filmfair zeigt auch in diesem Jahr wieder sieben international ausgezeichneten und preisgekrönte Dokumentar- und Spielfilme. Alle Filme laufen nicht nur im Abendprogramm ab 19:30 Uhr, sondern auch am Nachmittag des Folgetages ab 17 Uhr an vertrautem Ort. Im WOKI, am Bertha-von-Suttner-Platz 1-7. Sie startet am 27. Oktober und endet am 2. November.

Entsprechend des diesjährigen Mottos der Fairen Woche „Fair steht dir – #Fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ unterstreichen die ausgewählten Filme eindrucksvoll, dass mit Engagement und gegenseitiger Unterstützung die globalen Herausforderungen angenommen und Ungerechtigkeiten erfolgreich entgegentreten werden können. Genauso wie es UN-Generalsekretär António Guterres im Februar 2022 konstatierte: „Ich weiß, dass die Menschen überall besorgt und wütend sind. Das bin ich auch. Es ist an der Zeit, diese Wut in Taten umzusetzen.“

Von Engagement, Mut und Taten – davon handelt in diesem Jahr die Bonner Filmfair. Ausgewählt wurden in diesem Jahr sieben Dokumentar- und Spielfilme, die allesamt der Frage nachgehen, wie es um unsere demokratischen Rechte und unsere soziale Absicherung bestellt ist und welche Antworten Menschen darauf geben, um gesellschaftlich notwendige Änderungen in die Wege zu leiten. So zeigen die Filme einerseits Menschen, die mit Sorge und Wut, Verzweiflung und Ohnmachtsgefühlen auf die aktuelle Situation schauen und nach neuer Orientierung suchen. Und porträtieren andererseits Menschen, die sich entschlossen gegen erlittenes Unrecht zur Wehr setzen, die gegen Gewalt und Machtmissbrauch angehen und zugleich für eine friedvolle, sozial gerechte und faire Welt kämpfen oder durch beharrliches Engagement den Menschen wieder direkt Würde und Hoffnung zurückgeben.

Diskussionen im Anschluss mit Experten und Expertinnen und dem Publikum:
Am 28.10. (Der marktgerechte Mensch), am 30.10. (Dear Future Children) und am 2.11. (Der Waldmacher).

Projektträger: Netzwerk politik|atlier e.V., Kaiser-Friedrich-Str. 13, 53113 Bonn
Koordination: Albrecht W. Hoffmann, Ideenschmiede für Nachhaltigkeit, Bonn
eMail: info@filmfair.de, Fon: 0170.522 48 82
Assistenz: Tanja Rerich, Brühl, tanja-rerich@web.de, Fon: 0170.934 68 18

Organisationsteam: Maximilian Görges, Oikocredit Westdeutscher Förderkreis, Tanja Rerich,
Gunnar Riebel, Partnerschaftsverein Bonn – La Paz, Ann-Kathrin Voge, Weltladen Bonn, und
Albrecht W. Hoffmann.

Offizielle Partner der Bonner Filmfair:
• Alanus Hochschule, Fachbereich Wirtschaft, Alfter
• Andheri Hilfe, Bonn
• FEMNET e.V. Bonn
• Germanwatch, Bonn
• Institut français, Bonn
• Südwind Institut, Bonn

Medienpartner
• General-Anzeiger, ga-bonn.de, Bonn
• welT-siCHTen, Frankfurt am Main

Mit Förderung von:
• Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW

„Wir fördern die Arbeit der Bonner Filmfair in der Überzeugung, dass das Geld in diese umwelt- und entwicklungspolitischen Filmfestspiele gut angelegt ist. Denn die Filmfair ist großes Kino für nachhaltige Entwicklung und bietet einem breiten Publikum einen einfach zu erreichenden und interessanten Zugang zu vielfältigen umwelt- und entwicklungspolitischen Themen“, sagte Projektreferentin Katja Winter am 20. August 2022.

• Kulturamt der Stadt Bonn
• Oikocredit Westdeutscher Förderkreis

„Wir leben in einer Welt, in der der Zugang zu finanziellen Ressourcen die Basis für Entwicklung und Innovationen bildet. Unsere Mission ist es, diese Ressourcen so einzusetzen, dass sie einen positiven sozialen Wandel fördern und nachhaltig wirken. Wir sind überzeugt, dass die Filmfair durch ihr lokales Engagement dazu beiträgt, neues Bewusstsein hinsichtlich globaler Zusammenhänge zu schaffen und die Menschen miteinander ins Gespräch bringt. Das unterstützen wir gerne!“

Das Kinoprogramm

Prolog:

Mind the Gap
AUT 2019, 87 Minuten, Dokumentarfilm von Robert Schabus
Donnerstag, 27. Oktober, 19:30 Uhr
In einem System, das sich vorwiegend an den Bedürfnissen großer Konzerne orientiert, zeigt sich in Ländern wie Griechenland, Frankreich, England oder Deutschland, wie verlassen und hilflos sich Menschen im Angesicht von Schuldenkrisen, Werksschließungen und wachsender Armut fühlen. Die Gesellschaften spalten sich, und wer sich an den Rand gedrängt fühlt, ist empfänglich für populistische Parolen. Damit ist der Film nicht nur ein Warnruf für die Demokratie, sondern auch eine Übung in Demokratieverständnis und Toleranz. „Nicht wertend, sondern als Beobachter zeichnet Schabus ein umfassendes Bild. Das alles ist nicht neu, macht aber klar: Die Demokratie kann schnell in Gefahr kommen“, so die Oberösterreichischen Nachrichten vom 30. Januar 2020.

Der marktgerechte Mensch
DEU 2019, 99 Minuten, Dokumentarfilm von Leslie Franke und Herdolor Lorenz
Freitag, 28. Oktober, 19:30 Uhr
Noch vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten sozialversicherungspflichtig in einem Vollzeitjob. Heute sind es nur noch 38%. Aktuell befindet sich bereits die Hälfte in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, ohne in den Kranken-, Rentenund Arbeitslosensystemen eingebunden zu sein. Sie unterliegen flexiblen Arbeitsverträgen, Ho- norargeschäften und befristeter Leiharbeit. Doch welche anderen Möglichkeiten gibt es? Der Film zeigt auch Ansätze wie aus einer Ellbogen-Gesellschaft eine solidarische Gemeinschaft entstehen kann.

Im Anschluss diskutieren ExpertInnen mit dem Publikum.

Borga
DEU / GHA 2021, 104 Minuten, Spielfilm von York-Fabian Raabe
Samstag, 29. Oktober, 19:30 Uhr
Der preisgekrönte Spielfilm erzählt das Leben der beiden Brüder Kojo und Kofi in der ghanaischen Hauptstadt Accra. In ihrer von Armut geprägten Welt auf der Elektroschott-Müllhalde träumen sie von einer besseren Zukunft. Während Kofi in Ghana bleibt, begibt sich Kojo auf den beschwerlichen Weg nach Deutschland mit dem Ziel, ein Borga zu werden, ein “rei- cher Onkel aus dem Ausland”. Dort stellt er schmerzlich fest, dass Lebenstraum und Realität nicht einfach miteinander vereinbar sind. Statt mit offenen Armen empfangen zu werden, muss er sich immer wieder unter harten Bedingungen durchschlagen. Eine Rückkehr kommt für ihn nicht in Frage. Er muss einen Weg finden, sein Leben und seine Zukunft zu meistern.

Dear Future Children
DEU / GB / AUT 2020, 89 Minuten, Dokumentarfilm von Franz Böhm
Sonntag, 30. Oktober, 19:30 Uhr
Der Film, in kurzer Zeit mit einem kleinen Budget realisiert, porträtiert drei junge Frauen, die in Chile, Uganda und Hongkong für mehr soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Klimaschutz auf die Straße gehen und so für ihre Zukunft in einer friedvollen und gerechten Welt kämpfen. Dabei ist das Filmteam den Protagonistinnen so nahegekommen, dass das Publikum das Gefühl erhält, Teil ihrer Demonstrationen, Proteste und Kämpfe zu sein. Alle drei Frauen stehen stellvertretend für eine junge und in Teilen wütende Generation, die vor Ort beginnt, die Welt zu verändern.

Im Anschluss diskutieren ExpertInnen mit dem Publikum.

Rabiye Kurznaz gegen George Bush
DEU / FRA 2022, 118 Minuten, Spielfilm von Andreas Dresen
Montag, 31. Oktober, 19:30 Uhr
Unschuldig in Guatanamo inhaftiert und über Jahre heftigst gefoltert, scheint jede Rettung für ihren Sohn Murat aussichtslos. Die türkischstämmige Rabiye Kurnaz aus Bremen kämpft oft verzweifelt um ihren Sohn. Gemeinsam mit dem Menschenrechtsanwalt Bernhard Docke überwindet sie mit großem Herzen und ungeheurer Energie politische und juristische Hindernisse in Bremen und Berlin, in der Türkei und in den USA. Dort klagt sie vor dem Supreme Court in Washington – und gewinnt! Am Ende von fünf langen und harten Jahren. „Der Film zeigt“, so der Regisseur, „dass wir uns gegen die Verhältnisse wehren können.“

Crescendo
DEU 2020, 112 Minuten, Spielfilm von Dror Zahavi
Dienstag, 1. November, 19:30 Uhr
Der renommierte deutschen Dirigent Sprock wird dafür gewonnen, anlässlich einer Friedenskonferenz in Südtirol ein Jugendorchester aus palästinensischen und israelischen MusikerInnen zu bilden. Sie sollen die Symphonie Nr. 9, „Aus der Neuen Welt“, von Antonín Dvorák aufführen. Bereits beim Vorspielen blitzen die Konflikte und Feindschaften untereinander auf und spitzen sich im Verlauf der Proben weiter zu. Um das Vorhaben, das stellvertretend für das Ringen um den Friedensprozess in Nahost steht, nicht scheitern zu lassen, ist nicht nur das musikalische, sondern auch emotionale Geschick des Dirigenten gefragt.

Epilog:

Der Waldmacher
DEU 2021, 87 Minuten, Dokumentarfilm von Volker Schlöndorff
Mittwoch, 2. November, 19:30 Uhr
Tony Rinaudo, australischer Agrarwissenschaftler, belebt mit seiner Methode „Farmer Managed Natural Regeneration“ (FMNR) nicht nur die Böden und lässt Bäume wachsen, sondern gibt den Menschen auch ihre Würde und Hoffnung zurück. In den 30 Jahren, die er nun in der Sahelzone arbeitet, hat Rinaudo neben Trostlosigkeit und Entmutigung auch Widerstandskraft, Entschlossenheit und Entwicklung erlebt. 2018 bekam er für sein Lebenswerk den Alternativen Nobelpreis. „Der Film zeigt gewöhnliche Menschen, die außergewöhnliche Dinge tun und lehrt uns den Wert von Gemeinschaft, von Selbstermächtigung und von Hoffnung“, so die Filmproduzenten.

Im Anschluss diskutieren ExpertInnen mit dem Publikum.

Zusätzlich bietet die Bonner Filmfair 2 Dokumentarfilme für Schulen an:
a) Die Odyssee, FRA / CZE / DEU 2020, 84 Minuten, Animationsfilm – Öl auf Glas – von Florence
Miailhe
b) Everything will Change
DEU / NL 2021, 92 Minuten, Science-meets-Fiction-Film von Marten Persiel
Siehe auch: https://www.filmfair.de/schulen-22.html

Die Filme können von Lehrerinnen und Lehrern kostenlos ausgeliehen und, falls gewünscht, mit einer Bildungsreferentin hinterher besprochen werden. Die Kosten dafür trägt die Bonner Filmfair.

Die Bonner Filmfair 2022 wird vom Bonner Netzwerk für Entwicklung (https://bonner-netzwerk.org) mit seinen 76 Mitgliedsorganisationen getragen.

 

 

Quelle: https://www.filmfair.de

 

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