das Kultur und Nachrichtenmagazin

Köln gewinnt beim Bundeswettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018" - 25.000 Euro für Überflutungsvorsorge als Aufgabe der Stadtgemeinschaft

GewinnerteamKoeln HimselDifuKöln gehört zu den Gewinnern beim Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018". Die Auszeichnung wurde für das öffentliche Starkregenmanagement vergeben, bei dem die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit einen Schwerpunkt bildet. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb "Klimaaktive Kommune" vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, nahm am heutigen Donnerstag, 6. Dezember 2018, den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Vorhaben zum Klimaschutz oder in die Anpassung an den Klimawandel zu investieren.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und darüber, dass die Aktivitäten der Stadt Köln im Starkregenmanagement gewürdigt werden. Köln ist eine wachsende Stadt und erfreulicherweise ein hochattraktiver Wirtschafts- und Medienstandort. Das Wachstum führt dazu, dass die Bauaktivitäten im privaten wie im öffentlichen Bereich täglich zunehmen. Wichtig ist mir, dass das bauliche Wachstum nicht im Widerspruch zur Überflutungsvorsorge steht und etwa Bodenversiegelung unkontrollierten Lauf lässt. Starkregenvorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur dann gelingt, wenn alle Beteiligten in ihrem Verantwortungsbereich zum Erfolg beitragen. In den letzten Jahren stand die Sensibilisierung der Bevölkerung zu Überflutungsgefahren im Vordergrund. Das Preisgeld möchten wir dazu verwenden, Privatpersonen bei der Planung eigener Objektschutzmaßnahmen zu unterstützen.

Hierzu plant die Stadt Köln einen Online-Fragebogen, der automatisiert Maßnahmen vorschlägt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze gratulierte der Stadt Köln und den weiteren Preisträgern und betonte die Bedeutung des kommunalen Engagements.

Schulze: Kommunen und Regionen sind Schrittmacher im Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel. Für einen erfolgreichen Klimaschutz gilt es, global und lokal zugleich zu handeln: In Kattowitz verhandeln wir den globalen Rahmen, vor Ort zeigen Kommunen, wie Klimaschutz in der Praxis funktioniert. Klimaschutz steht hier für Innovation, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung.

Gemeinsam gegen Schäden durch Starkregen vorsorgen
Köln hat das Thema Überflutungsvorsorge im Zusammenhang mit Starkregen als kommunale Gemeinschaftsaufgabe ausgemacht, bei der sowohl der öffentliche als auch der private Sektor zusammenarbeiten müssen. Bereits zwischen 2011 und 2013 hat sich die Stadt im Rahmen des Forschungsprojekts "Klimawandelgerechte Metropole Köln" mit extremen Wetterlagen und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels beschäftigt. Unter anderem im Juli 2017 war Köln von einem Starkregenereignis betroffen, bei dem es zu Schäden durch Überflutungen im Stadtgebiet kam. Das Starkregenmanagement orientiert sich eng an den Kölner Erfahrungen mit dem Rheinhochwasser. Vorhandene Schadens- und Gefährdungspotenziale werden bewertet, Risikobereiche identifiziert und Maßnahmen zur Vorsorge benannt.

Ein Katalog mit mehr als 90 Maßnahmen dient nun als Leitlinie für die Starkregenvorsorge und wird ständig fortgeschrieben. Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich der Stadt vor allem im Neubau und auf öffentlichen Flächen. 2017 haben Stadtverwaltung und Stadtentwässerungsbetriebe (StEB Köln) daher gemeinsam einen Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumgestaltung in Köln erarbeitet, der auf einem Leitfaden der Stadt Bremen fußt. Hier zeigt sich, dass auch eine Vernetzung verschiedener Kommunen zielführend ist. Die Erstellung im interdisziplinären Team in Köln sensibilisierte viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Starkregen - quer durch die Fachbereiche der Stadt. Ein gutes Beispiel für die aktive Umsetzung von Überflutungsvorsorge im öffentlichen Raum ist die Umgestaltung des Eiler Schützenplatzes zu einer multifunktionalen Fläche. Die Grünfläche soll zukünftig einerseits ein attraktiver Aufenthaltsort für die Menschen vor Ort sein und andererseits bei Starkregen größere Wassermassen speichern, damit diese keine Schäden an der umliegenden Bebauung verursachen.

Bürgerinnen und Bürger informieren und unterstützen
Die Überflutungsvorsorge auf bereits bebauten Flächen liegt meist in privater Hand. Doch nur wer die Gefahr kennt, kann das Risiko minimieren. Zur Information der Kölner Bevölkerung haben die StEB Köln im Frühjahr 2017 eine Starkregengefahrenkarte veröffentlicht - online frei zugänglich und mit verständlichen Erläuterungen verknüpft. Damit steht ein Werkzeug für die Einschätzung der Gefährdung des eigenen Grundstücks bereit. Die Karte dient der Stadtplanung außerdem als Entscheidungshilfe bei der überflutungsgerechten Entwicklung des Stadtgebiets. Eine Broschüre "Wassersensibel Planen und Bauen in Köln" liefert Haus- und Wohnungseigentümerschaften sowie Mieterinnen und Mietern außerdem konkrete Vorschläge für den Schutz gegen oberirdische Überflutung, Kanalrückstau und Sickerwasser - sowohl für den Bestand als auch den Neubau.

Dieses Informationsangebot wird durch Formate zur direkteren Ansprache der Kölner Bevölkerung ergänzt – unter anderem mit Informationsständen auf Straßenfesten, Infoabenden und einer Wanderausstellung zum Thema Starkregen. Dabei dienten Bezirksrathäuser, der Zoo oder die Volkshochschule bereits als Ausstellungsorte. Viele Menschen werden durch die Kooperation mit Bürgervereinen erreicht. Alle Vereine der Stadt erhielten das Angebot, die Mitglieder im Rahmen eines Infoabends zum Thema Starkregen und Überflutungsvorsorge einzuladen. Expertinnen und Experten der Stadtentwässerung informieren dabei zum Thema, beantworten Fragen und gehen in den persönlichen Dialog mit Interessierten.

Mit verschiedensten Kooperationen, der Entwicklung von Informationsangeboten und der Einbeziehung aller Einwohnerinnen und Einwohner in die Überflutungsvorsorge geht Köln einen großen Schritt bei der Anpassung an den Klimawandel und kann Vorbild für andere Kommunen sein.

Wettbewerb "Klimaaktive Kommune"
Der Wettbewerb "Klimaaktive Kommune" (bis 2015 Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz") wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. Im Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018" wurden insgesamt 81 Beiträge in vier unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Köln hat sich mit dem Projekt "Überflutungsvorsorge als Aufgabe der Stadtgemeinschaft" in der Kategorie "Klimaanpassung in der Kommune" beworben. In dieser Kategorie gab es elf Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.

Weitere Informationen

Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt
Informationsangebot zum Thema Starkregen auf den Seiten der Stadtentwässerungsbetriebe

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Sabine Wotzlaw / https://www.stadt-koeln.de
Foto: Gewinnerteam-Koeln_c-Himsel-Difu

Diesen Beitrag teilen, das Unterstützt uns, DANKE !

FacebookVZJappyDeliciousMister WongXingTwitterLinkedInPinterestDiggGoogle Plus

weitere Beiträge

Mega-Herz Kurse

NEU Yoga Kurs I. 2019 Köln Kalk - Kursstart: 07. Januar 2019 / Jetzt anmelden!

Alexander20Meyen20PortraitneuYoga ist für alle da und kinderleicht zu erlernen. Das einzige was du dazu brauchst, ist eine bequeme Unterlage, ein bisschen Platz und Zeit dafür. Und los gehts!"

Yoga heißt Einheit und Harmonie. Es ist ein ganzheitliches Übungssystem zur Erlangu...


weiterlesen...

dArtagnan – neues Video: "In jener Nacht" – das gleichnamige Album ab 15.03.2019

dartagnanEiner für alle, alle für einen – das berühmte Motto aus Alexandre Dumas‘ Roman gilt auch für dArtagnan, die Nürnberger Band, die sich dem Musketier-Rock mit Leib und Seele verschrieben hat. Die drei Musiker stehen bereit und veröffentlichen mit "I...


weiterlesen...

17.01.2019 Von der Pflanze zur Jeans. Wie Mode entsteht und auf wessen Kosten

bilder presse 2018 fast fashion 1 320Workshop für alle Interessierten zur Ausstellung des Rautenstrauch-Joest-Museums

Billig kaufen ist teuer. Nicht nur, weil das Gekaufte schnell verschleißt und Neues her muss, sondern auch, weil billige Mode auf Kosten von schlimmen Arbeitsbedingun...


weiterlesen...

Dirk Schmitt – Wanderlust @ 30works

190103 DSchmitt 900x1200Mit Dirk Schmitt präsentiert die Galerie einen Künstler, der durch die zeitgenössische Interpretation klassischer Bildmotive neue Seherfahrungen schafft.

Das Wandern ist des Müllers Lust. Seit seiner Entwicklung im 19. Jahrhundert ist es fast etwa...


weiterlesen...

DAS BRANDNEUE BACKSTREET BOYS VIDEO ZU „NO PLACE“ OUT NOW!

backstreetboysZum feierlichen Start in das neue Jahr 2019 geht es für die Backstreet Boys in die nächste Runde bevor am 25. Januar ihr 10. Studioalbum „DNA“ erscheint: Heute erscheint der brandneue IG Track mitsamt Video zu „No Place“

Im Clip zu sehen sind die ...


weiterlesen...

weitere Informationen

Nachrichten und Doku in Köln

Gemeinsame Einsatzbilanz von Bundespolizei, Stadt Köln und Polizei Köln zum Silvestereinsatz

stadt Koeln LogoDie Behördenspitzen von Stadt Köln, Bundespolizei und Polizei Köln zeigten sich insgesamt zufrieden mit dem Einsatzverlauf der Silvesternacht. Das gemeinsame Einsatzkonzept zeigte Wirkung.

Bilanz Polizei Köln
Zusätzlich zu den Kräften des Wachdiens...


weiterlesen...

GRENZGANG präsentiert: Reise-Reportage Kanada – Leben in der Wildnis

Presse grenzgang Markus Blum Kanada 1Am Sonntag, den 20. Januar 2019 um 18:00 Uhr nimmt Markus Blum im Kölner Gloria Theater sein Publikum mit auf eine „Reise mit dem Kopf“ nach Kanada.

Inspiriert von dem Weltbestseller „Das Schneekind“, macht sich die Schweizer Aussteiger-Familie Bl...


weiterlesen...

The Cranberries veröffentlichen mit "All Over Now" die erste Single aus ihrem Abschiedsalbum "In The End"

cranberries"Ich kann mir keine bessere Art vorstellen, Dolores' erstem Todestag zu gedenken und ihr Leben zu würdigen, als der Welt das allerletzte Album mit ihrer Band anzukündigen." Eileen O´Riordan, Dolores O'Riordans Mutter

Drei Jahrzehnte nach ihrer Grü...


weiterlesen...

Fördermittel für Städtepartnerschafts- und Entwicklungsprojekte - Antragsfrist für die aktuelle Vergaberunde läuft bis zum 31. März 2019

stadt Koeln LogoDie Stadt Köln pflegt seit 1952 städtepartnerschaftliche Beziehungen, mittlerweile zu 22 internationalen Städten. Ziel ist es, auf kommunaler Ebene zu Völkerverständigung und Zur Aussöhnung beizutragen und Toleranz zu fördern sowie unter Wahrung d...


weiterlesen...

lebeART Video

VIDEO - Bilder der Jugendkunst im Bezirksrathaus Köln-MülheimVideo Kunst und Kultur
jugendkunst_swingorchester

Am 24. November 2010 fand im Bezirksrathaus Köln-Mülheim eine besondere Veranstaltung statt.
Es w...


weiterlesen

LebeART Radio-Edition

lebeART Magazin jetzt LIVE
Köln-InSight.TV

Werbung

Anzeige

 

lebeART Kalender

Letzter Monat Januar 2019 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 1 1 2 3 4 5 6
week 2 7 8 9 10 11 12 13
week 3 14 15 16 17 18 19 20
week 4 21 22 23 24 25 26 27
week 5 28 29 30 31

Anzeige

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok