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Mehr Raum für Gründungsideen - StartUpLab@TH Köln nimmt den Betrieb auf und schärft das Profil als gründungsfreundliche Hochschule

thilo schmülgen TH KoelnDie TH Köln unterstützt Studierende und weitere Hochschulangehörige künftig noch stärker dabei, ihre innovativen Ideen in Unternehmensgründungen umzusetzen. Die Hochschule investiert im Rahmen des Projektes StartUpLab@TH Köln in eine Infrastruktur, die einen zentralen Ort für die Gründungsaktivitäten bietet. So gibt es jetzt am Campus Deutz die Prototypenwerkstatt „MakerSpace“, ergänzt um Arbeitsplätze im „Coworking Space“ des hochschulweit agierenden Gründungsservices und vielfältige Angebote der Entrepreneurship Education sowie Gründungsberatung.

„Wir haben als Hochschule den Anspruch, das in unserem Haus generierte Wissen für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Forschungs- und wissensbasierte Unternehmensgründungen sind dabei eine besonders nachhaltige Form des Transfers“, sagt Prof. Dr. Klaus Becker, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer der TH Köln. „Mit dem StartUpLab@TH Köln bauen wir ein ganzheitliches Konzept zur Unterstützung der Gründungskultur auf, fördern unternehmerisches Denken und Handeln unserer Studierenden durch Entrepreneurship Education und schärfen unser Profil als gründungsfreundliche Hochschule“, so Becker weiter.

Das StartUpLab@TH Köln am Campus Deutz ist der neue, zentrale und fakultätsübergreifende Treffpunkt für Gründungsinteressierte. Auf rund 500 Quadratmetern bietet die TH Köln Räume für gemeinsames Arbeiten, Experimentieren und Veranstaltungen. Im „MakerSpace“ können Teams mit Maschinen wie 3D-Drucker, Fräse oder Gussmaschine ihre Ideen testen und Prototypen entwickeln. Zudem gibt es Arbeitsplätze für Elektrotechnik- und Programmierarbeiten. Das StartUpLab@TH Köln kann von Studierenden sowie allen anderen Hochschulangehörigen wie Promovierenden oder wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt werden.

Während das StartUpLab@TH Köln auf die Frühphase der Ideenfindung und Konkretisierung im Rahmen des Studiums abzielt, unterstützt der hochschulweit agierende Gründungsservice bei der Unternehmensgründung. Bestehende Teams werden beraten und erhalten im „Coworking Space“ Büroflächen, um ihr Projekt voranzutreiben und die Gründung vorzubereiten. Die räumliche Nähe von „MakerSpace“ und „Coworking Space“ fördert den Austausch zwischen Studierenden und Teams.

Interdisziplinäre Plattform für Erfahrungsaustausch aufgebaut

„Wir kreieren auf diese Weise eine interdisziplinäre Plattform, die dabei unterstützt, Studierende für das eigene Start-up zu sensibilisieren, zu motivieren und zu qualifizieren – und das in den verschiedenen Stadien einer Gründung: Studierende, die studienintegriert Ideen erproben, Gründungswillige, die ihre Konzepte finalisieren, und bereits gegründete Start-ups. Erfahrungsaustausch und Unterstützung bei unternehmerischen und fachlichen Fragen finden in einem offenen und kreativen Umfeld statt, das die Gründungskultur stark befördert“, sagt Co-Projektleiterin Prof. Dr. Annette Blöcher von der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften.

Um mehr Studierende von einer Gründung zu überzeugen, sollen unternehmerische Themen an allen Fakultäten der TH Köln in den Lehrplänen noch stärker verankert werden. Geplant sind etwa interdisziplinäre Module zur Geschäftsmodellentwicklung, Start-up-Planspiele und Workshops, in denen Gründungsinteressierte eine Geschäftsidee zu einem tragfähigen Geschäftsmodell entwickeln. Zudem bietet die Hochschule verschiedene hochschulübergreifende Veranstaltungsformate an, um sich inspirieren und motivieren zu lassen oder ein eigenes Netzwerk aufzubauen.

„Damit Studierende ihre Gründungsideen ohne Risiko erproben können, wird es die Möglichkeit geben, im Rahmen von Projektmodulen studienintegriert den Proof-of-Principle, also den grundlegenden Nachweis der Machbarkeit, zu erbringen. Unterstützt von gründungserfahrenen Mentorinnen und Mentoren kann so der erste Schritt zum eigenen Unternehmen gegangen werden“, sagt Co-Projektleiter Prof. Dr. Jörg Luderich von der Fakultät für Anlagen, Maschinen- und Energiesysteme.

Teams profitieren vielfältig von den Strukturen

Das Angebot in Deutz wird bereits von mehreren Teams für die Erprobung und Weiterentwicklung ihrer Ideen genutzt. Mario Mosler, Zaim Aleefi, Kristina Sterz, Noël Jacobs, Pascal Zylka und Matthias Ennen haben im Rahmen einer Projektarbeit im Bachelorstudiengang Maschinenbau im „MakerSpace“ eine humanoide Hand entwickelt, die sich per Handschuh steuern lässt. „Unser Projekt hat sich sehr dynamisch entwickelt. Wir hatten auch dank der technischen Infrastruktur im ,MakerSpace‘ die Möglichkeit, viel zu testen und auszuprobieren. Das war unglaublich motivierend“, sagt Mario Mosler.

Auch das EXIST-Gründungsteam YONA, bestehend aus Aaron von Lüpke, Mel Richter und Urs Pospischil, hat von der Gründungsstruktur der TH Köln profitiert. Die Alumni haben eine kostenfreie App entwickelt, die mittels Smartphone-Bildschirm virtuell 3D-Animationen und Videos auf realen Objekten abbildet. „Nicht nur die EXIST-Förderung, auch die klugen technischen Anregungen unseres Mentors Prof. Dr. Arnulf Fuhrmann und der Austausch mit dem Gründungsservice haben uns bei der Entwicklung der App sehr unterstützt“, so Aaron von Lüpke.

StartUpLab@TH Köln festigt Gründungskultur

Das neue StartUpLab@TH Köln ist eingebettet in die bestehende Gründungsstruktur der TH Köln und festigt die Position als innovative, gründungsfreundliche Hochschule. So gibt es bereits zwei Mini-Inkubatoren am Campus Südstadt und am Cologne Game Lab in Köln-Mülheim; ein weiterer Mini-Inkubator am Campus Gummersbach ist in Planung. Zudem ist die TH Köln Koordinatorin des EXIST-Verbundvorhabens „Fit for Invest“. Gemeinsam mit der Universität zu Köln, der Deutschen Sporthochschule und der Rheinischen Fachhochschule Köln möchte sie den Standort zu einer der erfolgreichsten Start-up-Regionen in Deutschland machen.

Das Projekt StartUpLab@TH Köln wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über die Maßnahme „Unternehmerisches Denken und wissenschaftlicher Gründergeist – Forschungs- und Gründungsfreiräume an Fachhochschulen“ im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

Quelle: www.th-koeln.de
Foto: Die humanoide Hand lässt sich per Handschuh steuern, wie der Maschinenbau-Studierende Mario Mosler zeigt. (Foto: Thilo Schmülgen/TH Köln)

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