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Schulvorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms „Wir sind Juden aus Breslau“ am Montagvormittag, 18.11., im Kölner Filmpalast

QS8PIoqwKöln, 09.10.2019 – Am 18.11. haben Schulgruppen die Gelegenheit, den preisgekrönten Dokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau“ im Kölner Filmpalast Hohenzollernring zu sehen. Wegen der großen Nachfrage werden zwei Vorstellungen, um 10.00 Uhr sowie um 10.45 Uhr, angeboten. Das perspektivenreiche Zeitzeugnis von Karin Kaper und Dirk Szuszies porträtiert 14 Lebensläufe jüdischer Holocaust-Überlebender und stellt durch die Begegnung mit einer deutsch-polnischen Jugendgruppe zugleich Fragen an die Gegenwart.

Beim anschließenden Filmgespräch können sich die SchülerInnen darüber hinaus mit dem Regisseur Dirk Szuszies austauschen und mehr über die Hintergründe und die Filmentstehung erfahren. Das Angebot richtet sich an Jugendliche aller Schulformen ab der Jahrgangsstufe 8. Der Eintritt beträgt 5,00 Euro pro Schüler.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist das gemeinnützige Bildungsunternehmen KultCrossing gGmbH. Unter der Schirmherrschaft von und mit Unterstützung durch die ehrenamtlich tätige Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, gilt es präventiv dem Antisemitismus zu begegnen und ihn zu bekämpfen für Demokratie, Freiheit und Frieden. Dabei ist Schule der zentrale Präventionsort!

Die Filmdokumentation, die von aktueller Brisanz ist und ein eindringliches Zeichen gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa setzt, hilft dabei.
Das unterstreicht auch KultCrossing Geschäftsführerin Christa Schulte: „Diskriminierung und Intoleranz lassen sich am besten durch Verstehen und Mitfühlen entgegenwirken. Umso wichtiger ist es, gerade den Dialog der Generationen nicht abreißen zu lassen“ und ergänzt: „durch die unmittelbare Nähe zu den Protagonisten ist ein wertvolles filmisches Zeugnis entstanden, das der Geschichte „ein Gesicht“ bzw. „Gesichter“ verleiht und so einen tieferen Zugang zu ihr ermöglicht. Damit lässt sich auch fächerübergreifend an schulische Inhalte anknüpfen.“

KultCrossing engagiert sich in seiner Bildungsarbeit für die Sensibilisierung der Jugendlichen für die Themen Antisemitismus oder Ausgrenzung im Allgemeinen. KultCrossing bietet vielfache Möglichkeiten der Auseinandersetzung in Form von künstlerischen Workshops bis hin zur Programmauswahl des jährlichen Kurzfilmfestes an, wo der Kurzfilm „Kippa“ von Lukas Nathrath mit dem KultCrossing Movy 2019 ausgezeichnet wurde. Aber auch in der Zusammenarbeit mit Kölner Bürgerinitiativen wie der Kippa Colonia wird das Thema in den Fokus gerückt.

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933

Die 14 Zeitzeugen im Mittelpunkt des Films erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Auch ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt.

Als Jugendliche blickten sie erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil ge-

hen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

Drei der Protagonisten, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht und Eli Heymann haben Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt. Anita Lasker-Wallfisch hielt am 31.10.2018 die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier im Deutschen Bundestag und wurde im September 2019 mit dem Deutschen Nationalpreis geehrt.

Der Film wurde bisher weltweit zu bedeutenden Filmfestivals eingeladen, mit dem Deutsch-Polnischen Kulturpreis Schlesien 2017 und der Ehrenmedaille der Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw ausgezeichnet sowie 2018 von der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ausgewählt.

Interessierten Lehrpersonen wird empfohlen, ihre Klassen oder Kurse rechtzeitig anzumelden, da die Plätze begrenzt ist. Die Buchung erfolgt per E-Mail an koeln@cineplex.de.

Für Interessierte ausserhalb von Schule findet am Sonntag, 17.11.2019, um 17.00 Uhr, eine öffentliche Sondervorstellung im Filmpalast Köln statt.

Schulvorführungen Dokumentarfilm
„Wir sind Juden aus Breslau“

Montag, 18. November 2019
• 10.00 Uhr (wenige Restkarten)
• 10.45 Uhr
Jeweils mit Einführung durch Regisseur + anschließendem Filmgespräch
(Gesamtdauer jeweils ca. 3 Schulstunden)

Cineplex Filmpalast, Hohenzollernring 22, 50672 Köln
Tickets: koeln@cineplex.de

Kritiken, Fotos, Filmtrailer: www.judenausbreslaufilm.de

Quelle: www.kultcrossing.de

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