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Zum Gedenken an ehemalige jüdische Mitglieder - Kölner Alpenverein lässt Stolpersteine verlegen

davEr war ein engagierter Wortführer gegen den sich ausbreitenden Antisemitismus. Doch sein Verein ließ ihn im Stich. 1937 wurde Moritz Bing als letztes verbliebenes jüdisches Mitglied aus dem Kölner Alpenverein ausgeschlossen. Drei Stolpersteine sollen künftig an den erfolgreichen Rechtsanwalt und seine Familie erinnern. Die Verlegung der Steine findet am Donnerstag, den 23. November 2017, statt.

Die Stolpersteine für die Familie Bing sind die ersten, die auf Wunsch des Kölner Alpenvereins verlegt werden. Steine für weitere ehemalige jüdische Mitglieder sollen in den kommenden Monaten und Jahren folgen. Die Idee dazu war entstanden, nachdem der Verein Nachforschungen über ein dunkles Kapitel seiner Geschichte angestellt hatte. "Wer Mitglied werden will, muß arischer Abstammung sein" lautet der Titel der 2016 veröffentlichten Dokumentation zum Thema Antisemitismus im Kölner Alpenverein.

Moritz Bing wurde 1906 Vereinsmitglied. Seine Fotoalben und Tagebücher zeichnen das Bild eines begeisterten Alpinisten, der mit seiner Familie oft zu Bergtouren aufbrach. Mit einem Darlehen unterstützte er 1928 den Bau des "Kölner Hauses" in den Tiroler Bergen, das Besuchern bis heute Unterkunft und Verpflegung bietet. Als Veteran des Ersten Weltkriegs konnte Moritz Bing Mitglied bleiben, als 1933 ein "Arierparagraph" in die Vereinssatzung aufgenommen wurde. 1937 wurde dann aber auch Bing - als letztes verbliebenes jüdisches Mitglied - aus dem Verein gedrängt. Die Nationalsozialisten verschleppten ihn nach den Novemberpogromen 1938 ins Konzentrationslager Dachau. Nach Erpressung seines Vermögens kam er frei und floh mit seiner Familie in die Schweiz, wo er 1947 verstarb.

Wir möchten Sie herzlich einladen, wenn der Künstler Gunter Demnig drei Stolpersteine für Moritz Bing sowie seine beiden Töchter Susanne und Maria Bing am ehemaligen Wohnort der Familie verlegt. Vor Ort sein werden auch der Vorsitzende des Vereins, Kalle Kubatschka, sowie der Archivar Reinhold Kruse, der die Biographien der jüdischen Mitglieder des Kölner Alpenvereins recherchiert und dokumentiert hat. Wo und Wann? - Oberländer Ufer 208 in 50968 Köln, am 23. November 2017, 9:00 Uhr

Informationen: www.dav-koeln.de, www.twitter.com/dav_koeln, www.facebook.com/koelner.alpenverein

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