Verwaltungsreform: Stadt Köln stellt dritten Transparenzbericht vor

stadt Koeln LogoOberbürgermeisterin Reker: "Wir werden zunehmend digitaler, transparenter, dienstleistungsorientierter und bürgernaher"

Zur "Halbzeit" der Verwaltungsreform #wirfürdiestadt hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker am heutigen Freitag, 6. März 2020, den dritten Transparenzbericht vorgestellt. Auf 320 Seiten stellt der Bericht dezidiert die Reform und ihre Umsetzung vor und informiert detailreich über die einzelnen Projekte, was erreicht wurde und wie es weitergeht. Das Ergebnis des Berichts, der eine der ambitioniertesten Reformen in der jüngeren Geschichte der Kölner Stadtverwaltung beschreibt: Die Projektarbeit verläuft weiterhin erfolgreich.

Zu den Ergebnissen gehört beispielsweise, dass Bürgerinnen und Bürger nun online Auskünfte über Baulasten auf Grundstücken im Kölner Stadtgebiet erhalten können. Außerdem hat das Umwelt- und Verbraucherschutzamt die Bearbeitungszeit zur Prüfung von Bauanträgen um 45 Prozent beschleunigt (durchschnittlich 45 statt ursprünglich 82 Tage). Weitere Verbesserungen wird es hier geben, wenn künftig alles digital abgewickelt wird. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, aber auch die gewählten Vertreter, können zudem zukünftig ebenfalls digital einsehen, wie der aktuelle Stand der Umsetzung von politischen Beschlüssen ist. Nach erfolgreichen Tests in einem Ausschuss werden die Erkenntnisse nach und nach für alle Ausschüsse, den Rat sowie die Bezirksvertretungen genutzt und umgesetzt.

Der Transparenzbericht informiert zum Sachstand der Reform und den 90 Projekten, die in 2019 bearbeitet wurden: Rund 84 Prozent der für 2019 geplanten Arbeiten sind erledigt, und so kann insgesamt an das gute Ergebnis aus 2018 angeknüpft werden. Damals lag die Fertigstellungsquote bei 76 Prozent. Die Reform wird zunehmend breiter, verschiedene Modernisierungsmaßnahmen werden mehr und mehr verzahnt. Kommunikation und Beteiligung prägen dabei die Projektarbeit und das Miteinander.

"Das ist nicht allein mein Verdienst! Die Erfolge der Verwaltungsreform sind von einem großen Miteinander und Willen aller Kolleginnen und Kollegen, Führungskräfte und der Personalvertretungen, aller Parteien im Stadtrat wie auch der Stadtgesellschaft und der Medien getragen. Auch jenseits der Projekte werden laufend von den Beschäftigten – egal welcher Ebene – neue Ideen und Vorschläge zur Verbesserung, Entbürokratisierung oder auch Beschleunigung von Prozessen eingebracht. Diesen Schwung wollen wir nutzen", betonte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

"Die Reform ist zu einer ganzheitlichen Bewegung geworden. Übergreifende Projekte, neue Arbeitsweisen und die Anwendung von kreativen Methoden im Alltag geben uns einen großen Schub auf inhaltlicher und auch auf der Veränderungsebene", erklärte Dr. Rainer Heinz, Leiter des Referats für strategische Steuerung.

So ist zum Beispiel als Pilotprojekt für weitere Anwendungen eine neue Art des Antragsverfahrens für Kulturschaffende der freien Szene inklusive eines Online-Formulars im Rahmen einer sogenannten Veränderungswerkstatt innerhalb von vier Monaten in sechs Workshops gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern entstanden. "Erstmalig setzen wir bei der Stadt Köln im Rahmen der sogenannten Veränderungswerkstätten auf agile Prinzipien wie Lernen, Testen, Ausprobieren und Verbessern. Die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer und Interaktionen mit ihnen stehen dabei im Zentrum unseres Arbeitens", erklärte Gesamtprojektleiter Maik Dick. Und das Vorgehen kommt an: Seit Anfang Juli 2019 können Kulturschaffende der freien Szene Fördermittel online beantragen. Rund 90 Prozent der Anträge gehen bereits digital ein. Die gemeinsame Entwicklung hat maßgeblich zu dieser hohen Akzeptanz beigetragen.

"Wir werden uns auf unseren Erfolgen aber nicht ausruhen", unterstrich Oberbürgermeisterin Reker. "Das nötige Umdenken haben wir angestoßen, jetzt gilt es den Weg zur modernsten Verwaltung Deutschlands weiterzugehen: Dazu brauchen wir ein duales Betriebssystem aus Stabilität und Agilität."

In 2020/2021 wird es daher vorrangig darum gehen, das angestoßene Umdenken in der Verwaltung zu verankern und gleichzeitig die erfolgreiche Projektarbeit fokussiert fortzusetzen. Henriette Reker: "Nur durch eine nachhaltige Verankerung der wichtigen Prinzipien Lernen, Testen, Ausprobieren und Verbessern, kombiniert mit einer Kultur, die geprägt ist von Offenheit, Transparenz, Kommunikation und Beteiligung nach innen und außen, können wir unser Ziel erreichen!"

Transparenzbericht der Stadt Köln 2019 PDF, 13810 kb

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Inge Schürmann / https://www.stadt-koeln.de

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