Denkmalpfleger kämpften erbittert, aber erfolglos: Abriss des Ermelerhauses 1966 war nicht zu verhindern

Berlin – Dass die DDR-Oberen bei der Durchsetzung ihrer städtebaulichen Pläne für ihre Hauptstadt Ost-Berlin auch mit Baudenkmälern nicht zimperlich waren, bewiesen sie mehrfach. Stand der stalinistischen Architektur ein Altbau im Weg, wurde er – häufig auch aus ideologischen Gründen – einfach weggesprengt. Schön, alt, wertvoll, denkmalgeschützt? Spielte alles keine Rolle. So erging es dem 600 Jahre alten Berliner Stadtschloss, das einem Aufmarschplatz für 400.000 Menschen weichen musste. Und auch das über Jahrhunderte „schönste und reichste Bürgerhaus Berlins”, das Ermelerhaus, hatte keine Chance. Es fiel der Verbreiterung der zum Aufmarschplatz führenden Breiten Straße zum Opfer – die 400.000 Menschen mussten ja irgendwie...




